Problem-Arbeitsmarkt Industrie: Ingenieur ist nicht gleich Ingenieur
25. Mai 2010 von Lisa
Die Industrie sucht händeringend nach Fachkräften, das ist mittlerweile jedem bekannt. Doch warum sind dann so viele Ingenieure arbeitslos? Das Problem hierbei liegt im sog. „Mismatching“. Das bedeutet verlangte und angebotene Qualifikationen passen nicht zusammen. Viele Ingenieure gelten als schlecht vermittelbar, weil sie zu wenig Erfahrung oder zu hohe Gehaltsvorstellungen haben, ihnen Fachkenntnisse oder eine gewisse Mobilitätsbereitschaft fehlen. Und manche sind schlichtweg zu alt.
Nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) werden ab 2018 über 40.000 Ingenieure in den Ruhestand gehen. Dann wird sich der, sich heute bereits leicht abzeichnende, Fachkräfte-Mangel erst recht ausweiten – denn es fehlt an Nachwuchs-Ingenieuren, die die Ruheständler ersetzen.
Das liegt zum einen daran, dass gelernte Ingenieure heutzutage vielseitig einsetzbar sind. Man sollte meinen das sei ein Vorteil für die Industrie, doch tatsächlich trägt auch die Flexibilität der Ingenieure zum Fachkräftemangel bei. Gerade einmal 50% von ihnen arbeiten nach dem Studium dann auch wirklich im klassischen Ingenieurberuf. Die anderen werden z.B. Informatiker, Manager oder Patentrechtler. Dazu kommt, dass es gerade bei angehenden Ingenieuren eine hohe Abbruchquote gibt: Viele Studienanfänger geben bereits in den ersten Semestern auf.
Der VDI rät daher zu einer verstärkten Förderung von Arbeitslosen und Frauen, um so die entstehenden Personal-Lücken stopfen zu können. Doch besonders Frauen haben noch immer mit der Problematik „Frauen-in-Männerdomänen“ zu kämpfen, werden meist schlechter bezahlt und haben insgesamt schlechtere Karrierechancen. Daher sind gerade einmal 16% aller deutschen Ingenieure weiblich.
Wenn auch Ihr Unternehmen auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs ist, sollten Sie über eine frühzeitige Förderung nachdenken. So können Sie Ihre zukünftigen Fachkräfte rechtzeitig unterstützen und eine Beziehung zu ihnen aufbauen – und natürlich auch nach deren Studium (bzw. Ausbildung) davon profitieren. Wenden Sie sich am besten an einen kompetenten Partner im Bereich Hochschulmarketing, der Ihre Zielgruppe genau kennt und gemeinsam mit Ihnen einen langfristigen Erfolgsplan aufstellt!



















