Studenten haben auch heute schon Geld
14. September 2009 von Gero
Zahlreiche Studenten beschweren sich über Studiengebühren von bis zu 500 Euro pro Semester. Ob dies zu recht geschieht oder nicht sei an dieser Stelle dahin gestellt. Wichtig ist der Gedanke offensichtlich auch für Marketing-Experten, welche diesen Titel anbetrachts der Resultate ihrer überlegungen nicht verdient hätten. Denn diese Experten haben teilweise ihr komplettes Marketing-Budget aus der Hochschule gezogen, um den Einfluss der Studiengebühren zu umgehen – man rechnete mit einer deutlich sinkenden Kaufkraft der Studenten.
Das dieser Gedanke nicht aufgeht zeigt die Realität. Erstens sind die Bafög-Einkommen der Studenten in letzter zeit gestiegen und zweitens finanzieren die meisten Eltern ihren Kindern die Studiengebühren zusätzlich. Für den fleißigen, arbeitenden Studenten sind 83,33 Euro Mehraufwand pro Monat vielleicht ärgerlich, dennoch wird er weiter konsumieren. Schon in der Vergangenheit haben Studien eindeutig gezeigt, dass Hochschulmarketing Sinn macht. Studenten kaufen neben dem Brot in der Caféteria und dem Mittagessen in der Mensa auch alle möglichen Gegenstände und Dienstleistungen ein, die das Leben zum Genuss werden lassen. Gerade das aufkommen von Studentenkrediten ist eine bedeutende Bewegung für den studentischen Konsum. Es ist mittlerweile wahrscheinlich mehr Geld im Umlauf, als noch vor wenigen Jahren.
Warum leben Studenten ihren Lifestyle völlig aus? Weil sie wissen, dass sie später einmal mehr Geld verdienen werden, als die Mehrheit der Menschen und weil sie sich sicher sein können, dass sie von ihren Eltern unterstützt werden. Für die Studenten, bei denen das nicht der Fall ist bleibt noch der Weg in das Vertrauen in die Gesellschaft oder in das komplette Gegenteil, der Gesellschaftskritik. Beide Extreme führen zu einem ausgelassenen Lebensstil. Entweder, weil man auf mehr Geld in der zukunft hofft, oder davon ausgeht, dass man in Zukunft auf keinen Fall das leben genießen kann.
Also greiften Sie zu und überzeugen Sie den Studenten von Ihren wegen. Klar, es werden immer neue Mittel dafür nötig sein, doch diese finden Sie sicherlich auch.



















